Die NMT-Katalysatortechnologie

Ab 22. März 2010 trat die 1. Stufe der Bundesimmissionsschutzverordnungen für Kleinfeuerungsanlagen (BImSchV) mit dem Ziel der Reduzierung der Feinstaubemissionen in Kraft.Ab diesem Datum dürfen nur noch Naturzugkessel installiert werden, die bestimmte Abgas und Staubnormen einhalten.

Diese gesetzliche Neuregelung stellte alle Hersteller von Naturzugheizkesseln vor eine große Herausforderung, um weiter mit dieser Verbrennungstechnologie am Heizmarkt agieren zu können.

Mit der Entwicklung der NMT-Katalysatortechnologie hat NMT als erster Anbieter in Europa einen Naturzugkessel zur Befeuerung mit Holz entwickelt, welcher die geforderten Abgas und Staubnormen erfüllt.

Die in NMT-Heizkesseln integrierte Katalysatortechnologie mit Bypassklappe ist Gebrauchsmuster geschützt und sichert den Endkunden einen Bestandsschutz für diese bewährte Heiztechnologie über das Jahr 2025 hinaus, wenn der Einbau eines NMT-SPK oder NMT-SPK PLUS bis 31.12.2014 erfolgt.

Funktions- und Arbeitsweise der NMT-Katalysatortechnologie

Laut Wikipedia bezeichnet man in der Chemie einen Stoff als Katalysator, "der die Reaktionsgeschwindigkeit einer chemischen Reaktion beeinflusst, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Dies geschieht durch Herauf- oder Herabsetzung der Aktivierungsenergie. Katalysatoren ändern somit die Kinetik chemischer Reaktionen ohne deren Thermodynamik zu verändern. Sie beschleunigen bzw. verlangsamen die Hin- und Rückreaktion gleichermaßen und ändern somit nichts am Gleichgewicht einer Reaktion."

Normalerweise benötigt Rauchgas eine Zündtemperatur von etwa 540°C, um unter Flammenbildung verbrennen zu können. Um eine so hohe Temperatur aber dauernd aufrechterhalten zu können, müsste man permanent Holz nachlegen, was sich in einem erhöhten Verbrauch niederschlagen würde.

Die Antwort darauf ist ein NMT-Katalysator. Rauchgas, das mit dem Katalysator in Berührung kommt, zündet an dessen Edelmetalloberfläche je nach Temperatur des Keramikkerns schon ab ca. 90°C, eine Temperatur, die im Brennraum jederzeit leicht erreicht wird. Als "Abgas" entstehen bei der Verbrennung im NMT- Katalysator nur Wasserdampf (H2O) und Kohlendioxid (CO2).

 

Die Rauchgase dürfen aber erst dann durch den Katalysator geleitet werden, wenn eine Temperatur von min. 200°C am Kessel Rauchgasthermometer erreicht wurde.

Bei richtiger Platzierung im Kessel sollte sich der Katalysator immer wieder von selbst reinigen; d. h. sich frei brennen. Brennt er sich nicht frei, dann hat Ihr Katalysator entweder die Zündtemperatur nicht erreicht (Abgastemperatur zu niedrig) oder der Kaminzug entspricht nicht den geforderten Angaben. Wenn auch das Resultat weitestgehend dasselbe ist, so muss man hier zwischen einer "einfachen" Verschmutzung der Luftkanäle durch Flugasche "Verstopfung" und der "Vergiftung" des Katalysators unterscheiden.

Dies ist insbesondere für die Reinigung von Bedeutung.

Die Bypassklappe verhindert die Vergiftung des Katalysators und trägt zu einer langen Lebensdauer bei. Vergiftung bedeutet, dass eine Kondensatschicht die Edelmetalloberfläche mit einer dünnen Lackschicht überzogen hat. Der Katalysator ist nun unwirksam, die katalytische Reaktion kann nicht länger ablaufen. Ohne Verbrennung gibt es aber keine Selbstreinigung und die Luftkanäle werden in kurzer Zeit verschmutzt und wachsen zu. Von einer gewöhnlichen Verstopfung spricht man, wenn die Luftkanäle nur durch Ascheflocken verschmutzt sind (z. B. nach Heizen von Papier oder Karton), der Katalysator wird hierdurch jedoch nicht in seiner chemischen Wirksamkeit beeinträchtigt.

 

Problembehandlung und Reinigung

Bei Problemen prüfen Sie bitte nachfolgende Punkte:

  • Die Restfeuchte des Holzes sollte zwischen 12 und 17% betragen. Zu nasses Holz erzeugt Dampf und dieser zerstört Ihren Katalysator, wenn er im Betrieb glühend heiß ist.
  • Überprüfen Sie, ob der Kamin den vorgeschriebenen Kaminzug aufweist. Ein genügend hoher Kaminzug (empfohlen mind. 15 Pa) ist für den ordnungsgemäßen Betrieb eines jeden Heizkessels unbedingt erforderlich.
  • Überprüfen Sie alle beweglichen Teile Ihres Kessels und stellen Sie fest, ob diese ordnungsgemäß funktionieren.
  • Stellen Sie sicher, dass der Katalysator nicht aus seiner Halterung gefallen ist.

Wenn der Katalysator verstopft ist, nehmen Sie ihn heraus und reinigen Sie ihn. Sollte Ihr Katalysator schon mehr als sechs Jahre im Einsatz sein, denken Sie bitte über einen Austausch nach. Als Faustregel kann man sagen, dass der Katalysator vor dem Umschalten der Bypassklappe auf Dauerbetrieb auf eine Betriebstemperatur von 200°C gebracht werden muss. Ohne diese Arbeitstemperatur erfolgt keine optimale Verbrennung im Katalysator. Ein Betrieb unter der angegebenen Temperatur geht zu Lasten der Lebensdauer des Katalysators und stört die Funktion in kürzester Zeit.

Die Reinigung des Katalysators darf nur mit einer weichen Bürste bzw. per Staubsauger mittels kleinster Stufe durchgeführt werden.

Niemals mit Hochdruck oder Druckluft reinigen!


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